Später Einstieg in den Motorsport?

Fragen von Einsteigern, Quereinsteigern und Wiedereinsteigern...

Moderator: PumaTreter

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tsuchiya11
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Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von tsuchiya11 »

Hallo, ich würde gerne wissen, wo man am besten ohne vorheriger Karterfahrung etc. anfangen kann, im Motorsport zu fahren. Ich bin 19, Schüler habe einen Führerschein, ein Auto habe ich auch, welches ich sehr viel fahre, ich möchte alles was ich in der Ausbildung an Geld übrig habe in ein Auto investieren, welches als Rennauto/Slalomauto dienen soll, aber ich habe auch Fragen, da mir das etwas unübersichtlich vorkommt.


-Wo fängt man am besten mit ca. dem Alter 22 in einer echten Serie an? Rallye? Slalom? Rundkurs? Bergrennen? mehrere auf einmal?

-wie viel Geld sollte man für eine Saison einplanen?

-Wo kann man außerhalb von Schulen üben? Parkplätze mit ein paar Hütchen versehen und drauf los?

-Gibt es vereine/Verbände, welche es auch für späteinsteiger etwas zugänglicher machen?

Vielen Dank für eure Antworten
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EWO
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von EWO »

Wo kommst du her?
Due Regionen haben teils recht unterschiedliche Regelwerke.
Slalom geht immer und ist ideal als Einstieg. Karterfahrung ist nicht erforderlich.
Reinhard Stoldt
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von Reinhard Stoldt »

tsuchiya11 hat geschrieben:
Mo Okt 19, 2020 10:17
ich möchte alles was ich in der Ausbildung an Geld übrig habe in ein Auto investieren, welches als Rennauto/Slalomauto dienen soll, aber ich habe auch Fragen, da mir das etwas unübersichtlich vorkommt.
wenn ich den Satz mal interpretieren darf, wirst du dich auf Slalom konzentrieren müssen.
tsuchiya11
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von tsuchiya11 »

EWO hat geschrieben:
Mo Okt 19, 2020 13:33
Wo kommst du her?
Due Regionen haben teils recht unterschiedliche Regelwerke.
Slalom geht immer und ist ideal als Einstieg. Karterfahrung ist nicht erforderlich.
Danke für die Antwort!
Ich lebe momentan in NRW, jedoch wäre ich bereit umzuziehen oder gar auszuwandern, aber letzteres wird wohl fürs erste nicht nötig sein
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PumaTreter
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von PumaTreter »

Hallo tsuchiya11,

herzlich willkommen hier im Forum.

Am besten ist es, wenn du dir einen Motorsportclub in der Nähe suchst. Dort findest du Petrolheads, die sich dieselben Fragen, wie du ebenfalls gestellt und inzwischen auch schon beantwortet haben. Gerne werde sie ihr Wissen an dich weitergeben.

Training: Manche Clubs veranstalten zu Beginn und am Ende der Saison Trainings- und Einstellfahrten. Dort und ansonsten bei den Veranstaltungen kannst du trainieren. Training auf Privatgelände sollte ebenfalls möglich sein, ich würde jedoch davon absehen, es sei denn das Gelände ist wirklich so weit im Off, dass niemand gestört wird. Ein unbebauter Umkreis von 1-2 km reicht in der Regel nicht.

Kosten (Slalom): Wenn du am Auto nichts machst und nicht kaputt geht, solltest du folgendes kalkulieren: Lizenzkosten (ca. 50 Euro pro Jahr), Treibstoff An/Abreise zur Veranstaltung, pro Slalom ca. 30-40 Euro Nenngeld. Ein initialer Fahrzeugumbau (Fahrwerk, Sportreifen, Felgen, Sitz, Gurt) liegt ganz grob geschätzt bei 4.000 bis 5.000 Euro (Neuteile und Einbau in Werkstatt). Das Ende ist nach oben offen und der Weg zur Spitze der Fahnenstange ist recht steil, will heißen, du kannst leicht sehr viel Geld ausgeben im Motorsport. Wichtig ist jedoch, auch einen Puffer für Reparaturen zu haben, auch im Slalom ist der Verschleiß am Fahrzeug viel höher als auf der Straße und dann und wann muss man Teile erneuern (z.B. Radlager, Fahrwerksbuchsen). Am Ende hängen die Kosten direkt von drei Faktoren ab: Wie viele Veranstaltungen fährst du pro Jahr, wie sehr willst du dein Auto tunen, wie viel geht kaputt? Bei 30 Veranstaltungen habe ich 2007 (Achtung! Inlfation!) ca. 3.500 Euro für die laufende Saison ohne Tuning ausgegeben (Reifen, Treibstoff, Übernachtungen, Verschleißteile, kein Unfälle).

Die anderen Sportarten sind von den Kosten wahrscheinlich zu hoch, beim Rennen ist der Verschleiß enorm viel höher und es gehen Teile kaputt, die sonst ein Fahrzeugleben lang halten. Es gibt in Oschersleben eine noch kostenüberschaubare Serie - ich weiß nicht, was man da kostentechnisch planen muss. Auf jeden Fall brauchst du dann wohl einen feuerfesten Anzug und einen Überrollkäfig (plus geschätzt 3.000 Euro für Tunig).

Ich bin allerdings auch schon einige Zeit raus aus dem aktiven Geschehen und die aktiven Cracks haben vielleicht andere Zahlen für dich.

Mein Tipp: Erstmal mit ganz wenig Aufwand einsteigen. Ich habe selten Einsteiger gesehen, die direkt vorne mirfahren und wenn Motorsport Spaß macht, das Auto langsam aufbauen. Ggf. findest du auch einen Kumpel, der zusammen mit dir fährt, dann könnt ihr die Kosten teilen. Im Slalom kann man mit mehreren Fahrern auf einem Auto starten.

Viele Grüße
Achim
- Wer schnell sein will, muss richtig bremsen -

Alles ist Motorsport: https://www.youtube.com/watch?v=YUQG5zKHLBE
Vinki
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von Vinki »

Hallo

In einen MSC einzutreten macht Sinn!
Judo Fußball usw macht man ja auch im Verein.

Auto
Da bietet sich VW oder BMW an.
Nissan 200ZX Und Co wird zu teuer !

Reifen
Slicks die was taugen sind zwischen 1.000€ und 1.500€ zu haben.
Oder Semis da gibt es den Nankang Yokohama Toyo usw.
Das geht dann mit deutlich weniger Geld.

Wichtig sind km im Motorsport und nicht Geld versenkt in die Karre!!!
tsuchiya11
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von tsuchiya11 »

Erstmal vielen Dank für die Antworten! Ich bin wirklich froh, dass die User hier nicht für solche Fragen den Kopf abreißen, vielen Dank dafür!

Ich werde dann am besten jetzt schonmal anfangen, Geld für einen günstigen mx5 oder ähnliches zurückzulegen, einem Club werde ich dann auch beitreten, sobald es so weit ist.

Ihr habt mir etwas Einsicht in die ganze Sache gegeben und dafür bin ich sehr dankbar!
Vinki
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von Vinki »

MX5 ist ein geiles Auto!
Gutes Handling, wenig Gewicht, die Seriensitze funktionieren einigermaßen.
Carsten
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von Carsten »

tsuchiya11 hat geschrieben:
Do Okt 22, 2020 12:48
Erstmal vielen Dank für die Antworten! Ich bin wirklich froh, dass die User hier nicht für solche Fragen den Kopf abreißen, vielen Dank dafür!

Ich werde dann am besten jetzt schonmal anfangen, Geld für einen günstigen mx5 oder ähnliches zurückzulegen, einem Club werde ich dann auch beitreten, sobald es so weit ist.

Ihr habt mir etwas Einsicht in die ganze Sache gegeben und dafür bin ich sehr dankbar!
Hallo tschuiya11,

zuerst einmal würde ich dich gern bei deinem richtigen Namen ansprechen, aber den hast du uns bislang erfolgreich vorenthalten.

Warum möchtest du mit dem Beitritt in einen Club warten, "bis es soweit ist"?
Was muss denn soweit sein?

In einem Club zu sein, Leute kennen zu lernen, sich in die Gemeinschaft einbringen und auch mal nützlich machen, das macht auch Sinn, wenn du noch kein Auto startbereit hast und noch nicht aktiv fährst.
Ein Club ist geben und nehmen und je früher du dich einbringst, umso wohl gesonnener und hilfsbereiter ist man dir gegenüber. Und vielleicht ergibt es sich, in ein bestehendes Projekt eines Kameraden mit einzusteigen oder im Club ein Auto zu übernehmen.
Manche Clubs haben sogar ein Vereinsauto.

Worauf wartest du also?

Außer corona sollte dich nichts abhalten, schon jetzt mit potentiellen Clubs Kontakt aufzunehmen.

CU Carsten
Vinki
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Re: Später Einstieg in den Motorsport?

Beitrag von Vinki »

Da hat Carsten absolut recht!

Unser Verein macht eine WP bei der Köln Ahrweiler.
Ist eine total geile Aktion, kann ich nur jedem empfehlen da mit zu helfen!
Wir sperren Freitags die Strecke, Abends wird ein Bierchen zusammen gehoben und dann wenn die WP durch ist packen wir alles ein und schauen uns die restlichen Prüfungen an.

Ich habe 2 super Tage, zudem nette Menschen um mich, nette Gespräche mit den Zuschauern, geile Autos.
Selber fahren ist natürlich auch super.

Kluppkutsche
Besser geht der Einstieg nicht, denn es gibt keine Ausreden um sich mit anderen zu vergleichen.
Kleine Kosten obendrein.

MfG
Jan
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