Indysport TR Supersoft für Rundstrecke in Most

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Indysport TR Supersoft für Rundstrecke in Most

Beitragvon ThreeGGG » Di Nov 13, 2007 09:50

Guten Morgen.

Da in diesem Forum sowohl Reifenverkäufer als auch Motorsportler aktiv sind, würde ich gerne mal eure Meinung hören, für welchen Einsatzzweck der Reifen von Indysport geeignet wäre.

Hersteller: Indysport
Modell: TR
Mischung: supersoft
Reifengröße: 205/50/15

http://www.luetticke-motorsport.de/indysport.htm

Wie würdet ihr beurteilen, wenn dieser Reifen auf einem BMW auf der Rundstrecke in Most bei trockenem Wetter gefahren wird? Außentemperatur ca 20°C.
Luftdruck VA 1,8 bar, HA 1,6 bar?

Vielen Dank für eure Antworten.
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Beitragvon Negra » Di Nov 13, 2007 18:00

Also da ich die Dinger selbst schon gefahren bin - und ich bin sie nicht zu ende gefahren.
Kauf dir was gescheites. Würde lieber zu einem Marken Sommerreifen greifen.
Ein normales Auto fährt damit wie auf Eiern.
Auf der Bremse mögen sie ja ganz ordentlich sein aber das Einlenkverhalten ist schlecht bis gar nicht vorhanden.

Jetzt fahre ich z.b. Kumho V70A - Das ist ein Unterschied da sind Welten dazwischen. Oder auch einen Toyo R888 kriegt man bei diversen Händlern in deiner größe für ca. 150€ angeboten - und schlecht ist der auch nicht.
Der Schuhey Jörg fährt zumindest auf Rallyes damit alles in Grund und Boden.

Gruß Negra.
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Beitragvon EWO » Di Nov 13, 2007 19:00

Feedback meiner Kunden ist auch derart krass, dass man es eigentlich nur als Abschreckung für die Verwendung von Sportreifen nutzen kann.
Mag ja sein, wenn man mehr quer fahren will ist es Wurscht, aber bei Asphalteinsätzen geht's einfach nicht.
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Beitragvon ThreeGGG » Di Nov 13, 2007 19:56

Wie siehts denn mit der Mischung aus? Supersoft = superweich, ist der Reifen für diese Art von Rennstreckeneinsatz zu empfehlen, oder ist der Reifen für andere Veranstaltungen konzipiert?
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Beitragvon Negra » Di Nov 13, 2007 20:01

Für Rundstreckeneinsatz fährt man idR. die härtere Mischung!
Ich Traue es dem Indy aber auch in der weichen Mischung nicht zu das er nach längerer Fahrt das schmieren anfängt somit wirds wohl die weiche auch tun.
Abgesehen davon trifft der Begriff "superweich" auch auf die Karkasse zu ;)
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Beitragvon 205 » Di Nov 13, 2007 20:50

Ganz klare Meinung:

Dieser "Sportreifen" taugt zu nichts...egal welche Mischung du nimmst.
Spare dieses Geld gleich ein...

...besorge dir besser -wie Negra treffend erläuterte- den Toyo R888 (139,- EUR), einen Kumho Ecsta V70 oder den Yokohama A048.

Alternativ kannst du aber auch einen reinen Slick verwenden.
Dunlop 200-580 15 in der Mischung 720/770. Den gibt es z.T. schon für unter 100 EUR gebraucht.

Gruß
Thomas
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Beitragvon EWO » Di Nov 13, 2007 21:20

Negra hat geschrieben:Jetzt fahre ich z.b. Kumho V70A - Das ist ein Unterschied da sind Welten dazwischen. Oder auch einen Toyo R888 kriegt man bei diversen Händlern in deiner größe für ca. 150€ angeboten - und schlecht ist der auch nicht.


Na ja einen Bridgestone, der in der Performance noch weit drüber liegt anzubieten traue ich mich schon gar nicht :oops: Wer mit Indys in ähnlichem herumexperimentiert ist motorsportlich offenbar von einem anderen Stern.
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Beitragvon Negra » Mi Nov 14, 2007 00:26

Die Aussage finde ich jetzt nicht ganz fair EWO.
Ich stand zum Zeitpunkt des Indykaufs vor meiner 2. Rallye und war Auszubildender im 3. Lehrjahr, wenn du da das Zeug auf gut Deutsch gesagt nicht von deinen Eltern in den Arsch hineingeblasen kriegst dann schaut man schon sehr auf den Preis und lässt teilweise die Preisleistung außer Acht!
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Beitragvon EWO » Mi Nov 14, 2007 12:10

Soll nicht böse gemeint sein, doch es soll in der Deutlichkeit sagen das es sich niemels lohnt dafür Geld auszugeben. Geschenkt zum ausprobieren und dann wieder weglegen ist es sicher OK, aber was nützt es wenn du keinen Vergleich hast. Alös Anfänger kannst du nichts anderes machen als die Erfahrungen abzufragen und das ist auch gut so.
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Beitragvon Japanese » Do Nov 15, 2007 12:42

am Rande bemerkt:

( ich traue mich das hier zu schreiben, weil es der Wahrheit entspricht und "mögliche Kunden" auch wissen sollten, woran sie sind ) abgesehen davon, daß Herr Lüttike u.A. "Müll" verkauft, macht er auch noch unheimlich einen von oben runter. Da er - zu mindest damals - auch Pirelli vertrieben hatte, wollte ich eine Beratung - mit eventuellem Kauf verbunden ( Lüttike ist "im Nachbarort" von mir ).
....ich habe 3 Minuten Zeit für Sie...so sein Verhalten. Und die gleiche Arroganz spürte man im ganzen Gespräch.

Und wenn er der einzige Reifenverkäufer wäre - nein danke - ich würde dort Nichts kaufen.

Dalobichmirdochecki :lol:
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So verschieden sind die Wahrnehmungen!

Beitragvon hammerman1 » Do Nov 15, 2007 17:58

@Japanese:

Deinem Lob für EWO schließe ich mich an!

Deiner Kritik über die Firma Lütticke-Motorsport, Meinerzhagen, nicht.

Meine Wahrnehmungen und Erfahrungen waren da bisher durchweg positiv und erfreulich. Auskunfts- und Bestellwünsche wurden bisher immer ruhig, sachlich, kompetent und ausgesprochen zügig abgearbeitet. Selbst bei Lagerengpässen wurden noch Dunlop-Sportreifen in meiner Größe und Mischung "hergezaubert" ...

(damit ich nicht auf meinen INDY-Sport-Reservereifen (für Rallyesprint) beim nächsten Slalom-Wettbewerb antreten musste, die in 205er Breite auf einer 8-Zoll-Felge, die Flankenabstützung erfahren, die bei den weichen Reifenflanken der runderneuerten Reifen notwendig ist, um damit einigermaßen kalkulierbare Richtungswechsel fahren zu können.)


@INDY-SPORT:

Die INDYSPORT-Vermarktung zielt sicherlich nicht auf den Slalom-Sektor, sondern auf den "dirty track"- und Rallye-Einsatz. Dort werden die Reifen viel gefahren.
Natürlich wird aus weichen Straßenkarkassen mit einer Sportprofil-Besohlung auch niemals ein lenkpräziser Sportreifen neuester Entwicklung, wie sie mit den knallharten Flanken der namhaften Sportreifen-Hersteller in den zurückliegenden 25 Jahren entstanden sind. Und davor "eierten" auch wir noch auf schwabbeligen Michelin FF durch die "Schweizer".
Und dass die INDY-SPORT ganz so mies nicht sein können, zeigt die Tatsache, dass sie als Sportreifen in der Reifenliste für den Clubsport-Slalom aufgelistet sind, und damit dem Nutzer ja wohl einen Vorteil bringen müssen gegenüber reinen Straßenreifen.
Denn wenn nicht, dann bräuchten sie da ja wohl nicht drin sein.


Fazit:
DMSB-Slalom-Anfänger treffen heute auf einen hochentwickelten und sich stetig verteuernden Sportreifenmarkt, der die Aktionsmöglichkeiten bei "low budget" ordentlich einbremst. Da ist es doch verständlich, dass nach Günstigem Ausschau gehalten wird.
Und da "günstig" natürlich auch "gut" sein soll, bieten sich für den Slalom doch eher Gebrauchtreifen von YoBriDun KumHanToy an, die die "high budget"-Teams wegen Sekundenbruchteilverschlechterung für wenig Geld abgeben. Einfach mal "googlen" oder hier bei den EWO-Kleinanzeigen reinschauen.

@ewo:

Lassen sich die harten Sportreifenkarkassen eigentlich runderneuern?
Nicht siegen ist wichtig, sondern dabeisein und gewinnen.
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Re: So verschieden sind die Wahrnehmungen!

Beitragvon EWO » Do Nov 15, 2007 19:27

hammerman1 hat geschrieben:
@ewo:

Lassen sich die harten Sportreifenkarkassen eigentlich runderneuern?


Das ist ne Frage di ich mir tatsächlich auch schon manches Mal gestellt habe wenn ich die Preise so sehe. Aber gemacht haben wir es noch nicht.
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Beitragvon ThreeGGG » Sa Nov 17, 2007 23:03

Danke für die guten Antworten bisher.
Habe grade in einem anderen Thema gelesen, das Most eine Strecke ist, die den Reifen viel abverlangt. Könnt ihr das soweit bestätigen?
Dann sollte man sich doch eh Gedanken machen, einen nicht so weichen Reifen zu fahren oder sehe ich das falsch?

Gruß
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Beitragvon EWO » So Nov 18, 2007 11:15

Ich kenne die Strecke nicht persönlich, gebe aber zu bedenken, dass eine Aussage "erfordert Top-Reifen" auch so interpretiert werden kann das man besonders hohe Gripwerte braucht, weil der belag der Strecke wenig Grip bietet. Wichtig ist aber in jedem Fall eine exakt führende Karkasse und da ist der INDY nun mal ganz weit weg.
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Beitragvon Japanese » Mo Nov 19, 2007 12:41

hallo 3 G,

ist zwar schon eine Weile her, als ich in Most gefahren bin, aber mit unseren "mittleren Mischungen" von AVON auf einem 16 V Kaaadett
hatten wir 0 Problemo.

Prinzipiell empfiehlt es sich immer, tendenziell etwas "härter" zu gehen, als zu weich.

Wenn Du zu weich wählst ( von der Laufflächenmischung ) fängt der Reifen irgendwann an zu schmieren und Du bist hoffnungslos verloren.

Wenn Du nen Tick zu hart wählst, braucht der Reifen nun mal ne halbe Runde länger, bis er den optimalen Grip Aufbaut ( also nicht aus der Boxengasse raus und Vollgas in die Kurve - dann bisde platt ).

Wählst Du allerdings deutlich zu hart, wird auch dieser Reifen überhitzen, weil Du eben keinen Grip und nur Schlupf hast.

Hoffe, Du kannst dies als Orientierung umsetzten.

Grüße

Dieter - Japanese
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