Sinn oder Unsinn von Spurverbreiterungen im Slalom

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Sinn oder Unsinn von Spurverbreiterungen im Slalom

Beitragvon Goofi » Mi Mär 07, 2007 17:05

Hallo,

ich hätt da gerne mal ein Problem :)

Ich bin am überlegen, ob im Slalom eigentlich die Vorteile oder die Nachteile bei Spurverbreiterungen überwiegen.

Ich vermute mal, dass sich eine Spurverbreiterung psotiv auf den Schwerpunkt und evtl. auch auf die Stabilität auswirkt, anderseits erhöht sie sicherlich den Verschleiß und ich könnte mir vorstellen, dass man an Präzession verliert.

Habt ihr hier Erfahrungen? Konnte zu dem Thema bisher nichts finden.
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Beitragvon balduin » Mi Mär 07, 2007 17:09

Hi.

Im Slalom fahre ich nur 10-20mm, um meine zu kleinen Felgen zu kaschieren. Mehr hatte ich schon drauf, aber ehrlich gesagt keinen grossen Unterschied gemerkt.

Am Berg habe ich aber 40mm auf den Achsen....und bilde mir ein schneller zu sein :D . Da muss es einfach kleben in den Kurven.


Gruss Balduin
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Beitragvon Negra » Do Mär 08, 2007 01:07

Ich könnte mir durchaus vorstellen dass zuviel Distanzen an der Vorderachse das Lenkverhalten nicht unbedingt verbessern!
Auf jeden Fall verändern - vielleicht auch manchmal positiv (ist wohl von der Achskonstruktion abhängig)
Ganz allgemein kann man halt sagen dass dann die Kräfte an vielen Achs und Lenkungsteilen duch den "verlängerten Hebel" größer werden.
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Beitragvon balduin » Do Mär 08, 2007 17:17

@Negra

Stimmt scho....aber ob du nun eine 8" Felge mit ET0 oder eine 7.5" mit ET35 und 20mm Distanz fährst, wird kräftemässig nicht einen grossen Unterschied machen.


Aber ganz ehrlich.....so richtig was merke ich nicht mit oder ohne Spurplatten, da müsste man schon an einem Renntag zwischen den Läufen umbauen, um einen direkten Vergleich zu haben.


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Beitragvon Goofi » Fr Mär 09, 2007 16:33

Also schließe ich daraus, dass es keine merklichen Vorteile gibt, ja?
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Beitragvon Arne » Fr Mär 09, 2007 17:28

Das ist nun nicht ganz richtig. Ich habe bei mir durch andere Räder die Spur um 50 mm pro Achse geändert. Die Tendenz des Steigens war dadurch erheblich geringer. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, das man versuchen sollte auf einen ET Bereich von 0 zu kommen. Es ging abei wohl um Spur etc. Am besten suche ich noch mal.
Im übrigen merke ich es deutlich wenn ich an der Vorderachse mit oder ohne 5 mm Spurverbreiterungen fahre. Das hat bei meinem Fahrzeug Auswirkungen auf das Heck. Aber ob man das so pauschalisieren kann glaube ich nicht. Vielleicht kann der Fahrwerksingeneur Hans Martin mal etwas dazu sagen.
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Beitragvon VW Racer » Mo Mai 21, 2007 21:07

Hallo.
Bin bei meinem aktuellen Fahrzeugprojekt (Golf1 Gruppe H) am selben Problem angekommen. Das Einsatzgebiet soll vorerst im Slalombereich liegen.

War bis jetzt stolz auf meine ATS 8Jx13 ET1 (obwohl ich Sie noch nicht gefahren bin). Also eher pure Vorfreude!

Da die vorderen Felgen aber an der Bremse schleifen und ich mind. 10mm Spurverbreiterungen pro Seite fahren müssten (dies würde auch eine Kotflügelverbreiterung mit sich bringen) habe ich mich nochmal umgehört und spontan nur Antworten im Sinne von: "So eine breite Spur ist beim Slalom eher ungünstig" bekommen.
Besser wäre eine 7J Felge mit ET20.

Stimmt das? Bekomme ich bei eine breiten Spur Probleme mit der Lenkung?
Wie sieht es dann beim Bergrennen aus? Da werden ja noch viel extremere Spurbreiten gefahren.

Gruß
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Beitragvon EWO » Di Mai 22, 2007 11:23

Arne hat geschrieben: Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, das man versuchen sollte auf einen ET Bereich von 0 zu kommen. Es ging abei wohl um Spur etc. Am besten suche ich noch mal.


Die Achsgeometrie und damit verbundene Kräfte sind der Grund nicht zuweit aus der "Normallage" raus zu gehen. Besonders beim Bremsen zeigt es sich dann ganz schnell wenn man zu weit gegangen ist.
Aber die ET0 ist nicht das ideale Ziel, sondern die Kraftvektoren müssen in der Mitte des Reifens wirken. Somit ist bei jedem Fzg eine andere ET die optimale Wahl.
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