Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Diskusionen zum Thema Rallye und Rallyesprint Veranstaltungen

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Andi Lugauer
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Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Andi Lugauer » Do Dez 26, 2019 18:53

Mit diesem Thema sollen sich vor Allem die Freunde des Rallyesports angesprochen fühlen. Gleich ob jung oder alt, reich oder arm, aktiver Beteiligter oder passiver Zuseher. Und gleich auch, wie die individuellen Vorlieben bei den verschiedensten Dingen aussehen. Mein Grundsatz ist es nämlich durchaus auch, möglichst viele unterschiedliche Interessen zu befriedigen.

Es ist ja so, daß der Rallyesport in seiner heutigen Systematik seit seiner ersten Erscheinungsformen, die etwa auf die Mitte der Fünfziger Jahre zurückgehen (hauptsächlich in Skandinavien, wo Rallyes erstmals professionell betrieben wurden), einigen Änderungen unterworfen wurde. Und nicht bei allen davon ist es sicher, ob sie dem Sport wirklich geholfen haben, oder ob nicht die Nachteile überwiegen.

Gleich vorweg: Geht es nach mir, so müßten Rallyes in ihrem Format ganz bestimmt nicht so wie in den Sechziger Jahren konzipiert sein, wo es normal war, daß jede etwas größere Veranstaltung gleich durch mehrere Länder bzw. Staaten geführt hat und vor Allem die Verbindungsetappen viele hunderte Kilometer lang waren. Auch auf die Gruppe B mit ihrem PS- und Highspeed-Overkill kann ich verzichten. Liebend gerne. Wie wohl ich gewisse konstruktive Freiräume durchaus berechtigt finde. Eine Gruppe A und erst recht eine Gruppe N als höchste Kategorie, die beide raffinierte Techniker überflüssig gemacht haben, wäre mir nicht allzu genehm. Dabei trifft die technische Einschränkung ja auf die heutigen WRC- und Rally 1-Reglements (vormals R5) ja erst recht zu!

Um meine eigenen Zielvorstellungen in etwa kurz zu umreißen, möchte ich sie im Folgenden etwas näher beschreiben. Ich stelle mir den idealen Rallyesport in etwa so vor:

WM-Rallyes mit einer Gesamtlänge der WP's, die in Summe etwa zwischen 500 und 600 Kilometern liegt. Dazu - das ist für mich persönlich Pflicht! - gemischte Untergründe. Also Wertungsprüfungen, auf denen es sowohl Asphalt wie auch Schotter gibt. Das technische Reglement sollte etwa auf das erste WRC-Reglement angelehnt sein, eventuell mit ein paar Anpassungen. Über E-Fuel oder andere erneuerbare Energiequellen als Vorgabe darf durchaus diskutiert werden. Strom oder Hybrid als zusätzliche Option? Kommt darauf an (vor Allem die Sicherheit der Insassen und Helfer im Falle eines Notfalls ist mir wichtig).

Nebenbei sollten auch noch GT-Wagen mitfahren dürfen. Und zwar auf einem Leistungslevel wie beim Zeltner-Zebra. Und nicht wie bei den jetzigen RGT's, wo die Wagen auf einen Level wie bei den R3 heruntergebremst werden. Denn da ist der Anreiz für den Einsatz solcher attraktiver Wagen deutlich reduziert. Das mißfällt mir.

Vielleicht könnte man die R5-Kategorie als eigenen Bereich streichen, damit es nicht zu viele unterschiedliche Klassen gibt. Und dafür den nationalen Bereich für WRC's öffnen, die durch die längeren und selektiveren Rallyes nicht so teuer wären (weniger extreme Technik und so). Bei den Rallye 5-Wagen wäre ich dafür, daß die außer der Sicherheitseinrichtung und Verzicht auf ESP, ABS u.Ä. nahezu völlig serienmäßig wären. Keine Rede von sequentiellen Getrieben, Differenzialsperren und solchen Dingen. Es haben in der Vergangenheit oft ganz zivile Autos recht harte Rallyes durchstanden, also sehe ich da kein übermäßiges Problem.

Das wären in etwa meine Ansätze. Alternative Vorschläge? Ergänzende Anmerkungen? Wenn sie Sinn machen, dann gerne. :-D
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EWO
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von EWO » Sa Dez 28, 2019 11:29

Neben den techn.Vorschriften, die oft aber nicht immer Sicherheitaspekte als Argumentationsgrundlage haben, würde ich mir mehr Augenmerk auf die Streckenführung wünschen. Es geht um die Fahrkünste auf versch. Untergründen, nicht um High-Speed. Würden die Strecken langsamer gemacht könnte man auf kostentreibende Sicherheitsnachrüstungen verzichten und würde mglw. weniger Leute aus finanziellen Gründen aus dem aktiven Rallyesport rauskicken. Heute neu einzusteigen ist sehr aufwändig, vermutlich einer der Gründe der schrumpfenden Teilnehmerzahlen in den Basisgruppen des Rallyesports.
Meines Erachtens hat der fehlende Durchgriff der Rallyefachleute aus der Basis ins Räderwerk des DMSB die stetige Demontage in den letzten Jahren unterstützt.

MartinGSI
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von MartinGSI » Sa Dez 28, 2019 11:40

Kann dir da leider nur recht geben.

Der DMSB versteht ja oft sein Reglement selbst nicht!

Ich "fordere" schon seit Jahren eine günstige einsteierklasse um wieder Neueinsteiger zu gewinnen. Kann ja nicht sein das ich mit 36 immer noch zu den jüngeren im Fahrerlager zähle!

Aber ganz klar. Mit den heutigen Kosten hätte ich mir den einstieg 2008 niemals leisten können!

Man müsste (meiner Meinung nach) "Back to the roots".

Es gäbe ganz einfache Möglichkeiten den Speed zu reduzieren ohne die strecke groß zu ändern. Reifen!!!! Ein uhp ist billiger, einfacher zu beherrschen und flexibler einsetzbar als jeder semi.

Aber das Grund Problem ist hier, wie ewo richtig angesprochen hat, das es in Frankfurt leider niemand wirklich versteht!
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RALT
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von RALT » Mi Jan 01, 2020 18:42

Hallo,

vieleicht wäre eine Lösung, die Gleichmäßigkeitsrallyes auch für aktuelle Fahrzeuge zu öffnen, wo dann der Nachwuchs als auch der nicht so gut betuchter Rallyefan mit seriennaher Fahrzeugtechik und Reifen Rallyes bestreiten könnte.

Mit motorsportlichen Grüßen

RALT (Robert Altmann)

MartinGSI
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von MartinGSI » Mi Jan 01, 2020 20:40

Ich glaube das was ich jetzt schreibe kommt direkter rüber als ich es meine.

Aber das sind bei mir "gleichgültigkeits-Rallyes". Solang eich einen fühlbaren Puls habe, wird ich sowas nicht fahren. Für mich ist fahren am Limit das ziel!

btw. fahren ja viele schon "Retro" scheissen aufs ergebniss. ist aber halt dann auch nicht sinn der sache
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Andi Lugauer
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Andi Lugauer » Mo Jan 06, 2020 22:42

Ich denke auch, daß Gleichmäßigkeitsfahrten nicht die idealen Rahmenbedingungen bieten, um in den Rallyesport einzusteigen. Teilweise - oder größtenteils - führen die durch den normalen öffentlichen Straßenverkehr. Fahren im Grenzbereich ist da schwer möglich (und wäre wohl auch von der passiven Sicherheit her für die Teilnehmer zu gefährlich). Das macht aber letztendlich das Wesen des Rallyesports aus: Das Fahren im Grenzbereich.

Am kostengünstigsten und wohl auch am sichersten vollzieht man den Motorsport-Einstieg wahrscheinlich beim Autoslalom. Gerade jenem Sport also, der in diesem Forum so en vogue ist. :-D

Wenn man dort einmal halbwegs erfolgreich war, nämlich auch gegen mehr und stärkere Gegner, und man hat ein wenig Kleingeld und eventuell auch Gönner parat, dann kann unter Umständen ein Rallye-Einstieg sinnvoll sein.

Wobei ich schon auch, so wie EWO, der Auffassung bin, daß gerade bei Rallyes, die schwerpunktmäßig von Amateuren und Nachwuchspiloten genützt werden sollen, der Streckenwahl eine große Bedeutung zukommt. Im Prinzip jedenfalls sollte das so sein. Das heißt aus meiner Sicht: Möglichst viele Kurven, sodaß schon allein technisch kein allzu hohes Tempo möglich ist, dazu möglichst viel Auslauf (d.h. möglichst wenig feste Hindernisse und Abgründe), und - wo es sich machen läßt - möglichst viel Schotter. Ich wähle bewußt so häufig den Zusatz "wenn möglich", denn solche Strecken gibt es wahrscheinlich nicht im Überfluß, und wenn, dann lassen sich oft nur schwer Genehmigungen finden. Aber es wäre in der Praxis ein deutlich effektiverer Sicherheitsgewinn, als er sich durch jede noch so aufwändige Einrichtung im Fahrzeug erzielen ließe. Wobei ich trotzdem finde, daß im Zweifelsfall nicht an der Sicherheit gespart werden sollte. So grundlegende Dinge wie Käfig, Helm, Overall etc. sind sowieso Pflicht.

Manch ein Teilnehmer klagt allerdings bereits, daß sich alljährlich wesentliche technische Bestimmungen ändern würden und teure Umbauten erzwingen würden. Ob es wirklich im gegebenen Umfang nötig ist, sei dahingestellt. Einer, der diesen Umstand bedauert und deswegen auf den Wettbewerb pfeift, ist Christof Klausner, momentan (und besonders nach seinem Shakedown-Abgang bei der Jänner-Rallye) vielerorts in aller Munde. Ich werde mir zu diesem Thema auch noch andere Meinungen von Aktiven einholen, um sicher zu gehen, daß diese Einschätzung eines Einzelnen repräsentativ ist.

Und wenn wir schon gerade bei Christof Klausner sind: Es wird ja oft gesagt, was will denn so ein Halblustiger bei einer Rallye, dieses bewußte Show-Fahren hat doch mit einem Rallye-Wettbewerb nichts zu tun. Und dann wird darüber noch ein solches Remmidemmi gemacht. Über so viel Risikofreudigkeit, wie sie bei Klausner ausgeprägt ist, mag man geteilter Auffassung sein. Jedenfalls sage ich: Gerade in einer Zeit, wo so viele Rallyefahrer förmlich dahinkriechen, daß es richtig lustlos wirkt und sich diese Lustlosigkeit auf das Publikum überträgt, sehnen sich die Menschen nach einem Mitbewerber, der es richtig krachen läßt. Ob der im Wettbewerb mitfährt oder nicht, ist dann schon zweitrangig.

Nicht falsch verstehen: Von Außen sieht eine Fahrt immer weniger dramatisch aus als vom Inneren des Wettbewerbswagens. Ich will mich deswegen über keinen Teilnehmer lustig machen. Ich könnte es auf keinen Fall besser. Nichtsdestoweniger: Es gibt sehr Viele, die es wesentlich besser können, und oft nicht einmal einen Rallyewagen aus der Nähe sehen, geschweige denn steuern. DENEN muß man so gut als möglich helfen. Dann wird wieder so ein Rallye-Feeling aufkommen, wie ich es bei meiner ersten Rallye hatte. So quer, wie da selbst die verhaltensten Fahrer dahergekommen sind, das würde ich heute bei vielen Rallyes und Fahrern gerne sehen. Als Besucher willst du Action erleben, zumal als Rallye-Fan. Und bei möglichst vielen Menschen Begeisterung zu wecken, quer durch alle Schichten und Berufsgruppen, das ist in Wahrheit auch der Schlüssel, wie man dem Sport in allen Bereichen den Rücken stärken kann.

Alles klar? Für mich schon.
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RALT
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von RALT » So Jan 19, 2020 18:15

Mein Vorschlag beruht sich auf die Möglichkeiten wie sie auf der Nordschleife geboten wird, über GLP, RCN in die VLN aufzusteigen.

MfG RALT (Robert Altmann)

Andi Lugauer
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Andi Lugauer » So Mär 29, 2020 14:46

RALT hat geschrieben:
So Jan 19, 2020 18:15
Mein Vorschlag beruht sich auf die Möglichkeiten wie sie auf der Nordschleife geboten wird, über GLP, RCN in die VLN aufzusteigen.

MfG RALT (Robert Altmann)
Ich weiß nicht, ob sich dieses System auf Rallyes übertragen läßt.

Mit serienmäßiger Fahrzeugtechnik Gleichmäßigkeitsbewerbe zu fahren, ist halt kein richtiger Rallyesport. Und wenn man den ausüben will (was ja letztendlich das Ziel ist und früher oder später der Fall sein soll), kann man sich mit einer serienmäßigen Fahrzeugtechnik (d.h. ohne Käfig, Rennsitze, HANS usw.) sowieso brausen gehen. Das ist zu einem gewissen Grad auch gut so (bei HANS könnte man sich eventuell überlegen, ob das für kleine Amateur-Rallyes wirklich unverzichtbar ist).

Für mich war der Volvo-Original-Cup lange Zeit ein recht guter Ansatz, um den Rallye-Einstieg möglichst einfach und kostengünstig zu gestalten. Obendrein sind die Dinger auch noch eine Riesenshow, sodaß man damit auch eine gute Presse machen kann und viel Aufmerksamkeit bei den Besuchern bekommt. Bei den BMW 318 war es ganz ähnlich. Vielleicht könnte man so etwas auch machen für Ladas, Wartburgs, Wolgas, Moskwitschs, Polski-Fiats, Skoda 130,...

Ein Spaß wär's allemal.

Man muß das Rad nicht immer neu erfinden. Man kann auch Bestehendes ausbauen und optimieren. Oder re-vitalisieren.
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von RALT » So Mär 29, 2020 18:03

Oder ein Blick nach GB werfen, wie z.B. den Formula 1000 Junior Rallye Club. Dort haben schon Fahrer wie Chris Ingram, Gus Greensmith oder Elvyn Evans ihr Talent gezeigt.

Mit motorsportlichen Grüßen
RALT (Robert ALTmann)

www.formula1000.co.uk

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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Andi Lugauer » Mo Mär 30, 2020 19:02

RALT hat geschrieben:
So Mär 29, 2020 18:03
Oder ein Blick nach GB werfen, wie z.B. den Formula 1000 Junior Rallye Club. Dort haben schon Fahrer wie Chris Ingram, Gus Greensmith oder Elvyn Evans ihr Talent gezeigt.

Mit motorsportlichen Grüßen
RALT (Robert ALTmann)

www.formula1000.co.uk
Danke für den Hinweis, Robert. :-D Das könnte wirklich eine sehr brauchbare Ergänzung zu den schon vorhandenen Einstiegs-Variantan sein. Ich kannte das noch nicht.

Ja, auch für einen alten Rallyebegeisterten wie mich, der schon zentnerweise Literatur geschmökert und gigabiteweise einschlägige Infos im Internet, die zum Thema passen, aufgesaugt hat, gibt es von Zeit zu Zeit noch etwas Neues zu entdecken. 8)

Darf man da auch mit einem 650er-Pucherl, einem NSU Prinz oder einem Anglia mitfahren (natürlich nicht mit einem Allard-Anglia...Kompressor und so)? :mrgreen:

Etwas mulmig wird mir nur, wenn ich mir den kurzen Vorderbau mancher Wagen hier ansehe. Aber was soll's. Schließlich ist Timo Mäkinen trotz allzeit exzessiver Mini-Ritte eines natürlichen Todes gestorben. Und Rauno Aaltonen und Paddy Hopkirk, die es kaum weniger wild getrieben haben, leben sogar heute noch.

Die BMW's und Volvos sind mir trotzdem lieber. :wink:
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Schmidtchen Schleich
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Schmidtchen Schleich » So Apr 05, 2020 18:58

Hallo nach Austria !

Jetzt habe ich mich doch noch angemeldet. Es gibt ja reichlich nix zu tun sonst...( wegen Mundschutz-Krise )

Es gibt durchaus Möglichkeiten mit billigen und trotzdem noch nicht völlig altbackenen Autos (mit Homologation!!) gleichzeitig bei Slalom , Berg, Rundstrecke , Nürburgring (RCN + NLS) u n d Rallye ins Abenteuer Motorsport zu starten. Das ist zwar ähnlich leise wie heute die Volvos, aber man kann auch mit wenig Geld richtig fighten. Ideal für Neueinsteiger . Und der fehlt definitiv . Erst dann , wenn wieder viel mehr Leute Bock auf bezahlbaren Motorsport haben , kann man sich Gedanken machen über Rally3 , Rally2 , oder was auch immer. Besonders jetzt, wo einiges "den Bach runter gehen" wird.

Aber das zu erzählen ist eine längere Geschichte und nach 10 Jahren habe ich es eigentlich aufgegeben . Du findest beim ADAC oder DMSB keinerlei
Bereitschaft. Und ohne ein passendes Reglement (eigentlich fehlte nur eine passende Klasseneinteilung) geht wenig.

Nur so viel : Habe ebenfalls mit Slalom (Käfer) angefangen (vorher Rallye-Co). Dann BMW 02 er , Ascona A , Audi 50 (gegen Marcel's Vater),
Kadett C-Cup , Kadett GTE , Escort Turbo-Cup ….Alles mehr oder weniger Serienautos !

1988,89,90 dann der Suzuki Swift GTI 1300-Cup :
Slalom, Berg , Rallye + Rundstrecken-Cup mit Preisgeld von Suzuki in Oberschleißheim plus VLN und 24-Stunden-Rennen. Alles mit einem Auto-Typ.
Besser noch : über 10 Fahrer (plus Co) haben sich 2 Suzukis geteilt. Alles ging mit einem Fahrwerk und du bist 95%ig ins Ziel gekommen. Heute fallen gefühlt 95% aus...

So etwas ginge heute auch noch. Sogar mit vielen unterschiedlichen Marken , die ungefähr ein gleiches Leistungsgewicht (G3) haben und eben homologiert sind für Starts von Slalom bis Rallye in welchen Ländern auch immer.

Die Leute müssten es nur wollen wollen.

Es grüßt Schmidtchen

Japanese
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Re: Tradition vs. Zukunftsprogramm im Rallyesport: Die Tops und Flops der Umgestaltungen/plus persönl. Visionen

Beitrag von Japanese » Mo Apr 06, 2020 10:46

da gebe ich Dir absolut recht. Kann mich gut entsinnen, als der Toyota Sport Pokal dazu kam, haben uns - die 1600er Corollas AE86 - oftmals die 1300er Suzukis auf der Rundstrecke geärgert.... Schnelle Leute wie Peter Kreuer, Jürgen Kremerskoten und seine Frau, Robert Keim, Jörg Chmiela, Alex Weber-Möwius und viele......
Und diese Autos ( Corolla ) konntest Du Slalom, Berg, Rundstrecke und Asphalt-Rallyes ohne Änderung am Fahrwerk einsetzen - und gewinnen!
Für "Kleingeld" würde man Heute sagen. Jedenfalls bezahlbar. Das waren noch Zeiten... aber auch da haben unterstützend Werke dahinter gestanden.

Grüße

Dieter - Japanese

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