Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Fragen von Einsteigern, Quereinsteigern und Wiedereinsteigern...

Moderator: PumaTreter

Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Mo Sep 01, 2014 08:55

Hallo zusammen,

ich bin gestern zum zweiten Mal bei einem Clubslalom gestartet - bei bekannt schlechten Wetterverhältnissen. Nach mehreren Stunden Dauerregen ging ich mit meiner Startgruppe (F8/9) bei leichtem Nieselregen auf die Strecke.
Motiviert durch den Pokalgewinn beim ersten Start in Sinsheim (3.Platz) in der SE sollte gestern der erste Start in einer "richtigen Rennklasse" erfolgen. Leider wurde meine F8 mit der F9 zusammengelegt, so daß ich schon vom Material her gegen die starken 1600er unterlegen war (mein Auto: Polo 2 86c, 1,3l, verbessert, Reifen 185/60R13 Toyo R888)

Die Ernüchterung folgte nach dem Trainungslauf: ca. 12sec!! langsamer als der erste in meiner Klasse. :( Das sitzt. :cry:
Die Wertungsläufe wurden dann zwar etwas besser, jedoch konnte ich als Anfänger gegen die Routine und Erfahrung der anderen nichts ausrichten. Und dann noch mit einem deutlich unterlegenem Fahrzeug - das depremiert... :oops:

Ich habe dann nach meinen Läufen begonnen, meine Fehler zu analysieren. Ich habe zwar "nur" eine Pylone insgesamt gerissen, war aber trotzdem insgesamt einfach zu langsam, oder eben zu vorsichtig...
Das Auto sollte ja noch ganz bleiben und wieder auf eigener Achse nach Hause fahren.

Mir war bei meiner Analyse aufgefallen, daß ich bei engen Toren nach einer Abbiegung (90°) einfach meinen vorderen Reifen "überfahre"; d.h. daß ich wahrscheinlich mit zu viel Lenkwinkel ins Untersteuern gerate.
Dann hatte ich in der Folge Geschwindigkeit rausgenommen - war aber dann in den schnellen Passagen wieder zu langsam... :x

Welche Tipps könnt ihr mir als "Erfahrene" für meine möglichen nächsten Starts geben?

Gruß Marko
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon Tobi » Mo Sep 01, 2014 09:19

Hallo Marko,

ist dein Polo blau und du warst gestern in Untereisesheim?
Wenn ja habe ich dich dort fahren sehn.

Grüße
Tobi
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Mo Sep 01, 2014 09:23

Jo! Hast dir das "Drama" angeschaut. So´n Sch... :oops:

Warst du auch Teilnehmer oder Zuschauer?
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon PumaTreter » Mo Sep 01, 2014 09:26

Hallo Marko,

diese Erfahrung macht irgendwann jeder Einsteiger. Die Ergebnisse streuen stark und man weiß nicht, warum.

Es ist klasse, dass du direkt angefangen hast, die Sache zu analysieren. Und du stellst gute Fragen. Im Rennsport musst du zusehen, dass du Schwung auf Vollgaspassagen mitnimmst. Dazu ist es wichtig, die Passage vor dem Vollgasstück nicht zu schnell zu beginnen. Das heißt meistens: Früher bremsen oder lupfen. Es geht darum, schnell aus einer Kurve rauszukommen, nicht rein.

Mit weniger Schwung hast du in der langsamen Passage die Möglichkeit, immer ganz leicht zu beschleunigen. Das hält die Hinterachse stabil. Optimiere die Linie nicht (unbedingt) nach Lehrbuch, sondern überlege, wo du gleichzeitig schnell fahren und früh Gas geben kannst. Bei Fronttrieblern hilft es auch schon mal, den Scheitelpunkt einer Kurve einen kleinen Tick (1-2m) später, als den aus dem Lehrbuch zu setzen. So musst du zwar anfangs ein kleines bisschen weiter einlenken - dann bist du aber langsam. Dafür kannst du die Lenkung früher aufmachen und mehr Traktion übertragen. So kannst in einer leichter zu kontrollierenden, ggf. leicht untersteuernden Fahrsituation Schwung aufbauen und deine Linie fahren.

Das war's zunächst von mir - und noch ein Tipp: Nicht alle Hinweise, die du bekommst, auf einmal probieren, sonst bekommst du vor lauter Nachdenkerei keine vernünftige Linie mehr zusammen. Lieber erst eine Sache automatisieren und dann die nächste angehen.

Viele Grüße, Geduld und dann auch bald Erfolg!
Achim Lammers
- Wer schnell sein will, muss richtig bremsen -

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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Mo Sep 01, 2014 10:47

Danke Achim für deine erste Einschätzung und die Tipps! :-D

Ich habe aber gesehen, daß z.b. die F9 Autos mit deutlich breiteren Reifen (auch 13") angetreten waren. Da nach dem Reglement der Gr.F ja die Reifengröße freigestellt ist, überlege ich gerade, ob das z.b. auch eine Option wäre, die mir helfen würde?
Da gäbe es z.B. einen 215er von Kumho oder einen 225er von Toyo, die dafür in Frage kämen. Denn von der Logik her müsste ich doch mit einem breiteren Reifen ein verbessertes Gripverhalten vorne und eine gringere Untersteuerneigung haben, oder? :?
Oder gibts dann eher den Effekt, daß das Auto dann eine größere Steigneigung hat, wenn man "auf der letzten Rille" unterwegs ist?

Gruß Marko
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon Tobi » Mo Sep 01, 2014 10:52

Ich war als Zuschauer vor Ort, bei dem Wetter hatte ich keine Lust mein Rallyeauto mitzubringen.
Ich stand am Ende des "Bergauf-Stücks" in der zweiten Rechtskurve der Runde. Somit konnte ich die erste Rechtskurve sehn nach dem Start sehn, das Bergaufstück, die zweite Kurve, die versetzten Tore und Schweizer bis zur nächsten Rechtskurve wo es wieder runter Richtung Ziel ging.
Im Vergleich zu den anderen Fahrern in deiner Klasse kamst du schon mit viel weniger Schwung den berg hinauf und hast trotzdem vor der nächsten Rechtskurve in der ich stand mehr gebremst. Viele Fahrer haben da eine andere Linie gewählt, haben vor dem Tor das sehr weit innen stand mehr ausgeholt, somit mehr Geschwindigkeit mitgenommen und konnten zum Teil auf dem Weg zum Schweizer sogar noch einen Gang hochschalten weil sie einfach viel mehr Schwung mitgenommen haben. Einmal sah es an dem Tor welches in der Rechtskurve innen stand auch so aus, als ob du wirklich zu weit eingelenkt hast, dadurch hattest du auf dem nassen Asphalt untersteuern. Anschließend hast du das Tempo aber so reduziert dass der Reifen Grip aufgebaut hat und du die Kurve dadurch viel zu eng gefahren hast.

Ich kenne fast alle Fahrer der F9, war selbst mal in der Klasse unterwegs, die meisten sind mit 195 oder 205er Reifenbreite unterwegs.
Denk daran dass du 215 oder 225er auch erstmal ins rollen bringen musst.
Das mit den Zeiten kommt irgendwann von alleine, gerade das gestern sollte man nicht überbewerten, nasser Asphalt und ein Industriegebiet mit Randsteinen, Zäunen und Häusern ist nicht gerade optimal um als Einsteiger gleich am Limit zu fahren.
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon Sportfahrer » Mo Sep 01, 2014 10:57

Hallo Marko,

erstmal Kopf hoch :-D 10 Sekunden sind beim Club zwar schon eine ganze Ecke, da geb ich dir Recht. Wenn man hier nun auch nicht alle Faktoren kennt , wie dein Auto ausgerüstet ist und vor Allem wie gut du am Lenkrad drehen kannst, fällt mir dazu folgndes auf.
Bei einem Clubslalom (also bis 1000 Meter) hat man im Prinzip selten lange Passagen wo die Motorleistung eine riesige Rolle spielt, da es dazu noch naß war, spielte die Leistung eine noch geringere Rolle. Ganz im Gegenteil solltest du einen Vorteil mit dem geringeren Gewicht gegenüber der größeren Klasse F9 haben.

Dein Problem sollte wohl an dieser Veranstaltung an folgenden Faktoren festgemacht werden:

- Sperre ? , keine spez.Regenreifen , Fahrwerk bzw. Fahrwerksabstimmung.

Wenn ich damit falsch liege bleibt nur noch das Problem zwischen Lenkrad und Sitz :-D ( das kann und möchte ich aber nicht beurteilen)
Gruß Dirk (Hey Mädels ich kann Deutsche Meister zeugen)


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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon EWO » Mo Sep 01, 2014 11:24

Auch wennd er Frust erst einmal tief sitzen mag, wie du es richtig machst und Achim es schon ansprach sind Analysen der richtige Weg.
Bevor due jetzt die eine oder andere Investition tätigst, solltest du versuchen mit dem material welches du hast dich selbst ans Optimum zu führen.
Das geht nur durch fahren, analysieren und wieder fahren. Nicht der Vergleich mit den anderen ist dabei entscheidend, der sollte nur dazu dienen, Linien und Feinarbeit abzugucken, sondern der Vergleich mit dir selbst. Runde zu Runde.
Eine Onboard auf der du deine Linie und ganz wichtig auch deine Fahrerarbeit sehen kannst sind da sehr aufschlussreich.
Besuche auch Fahrertrainings von Ortsclubs, bei denen erfahrene Instruktoren dich coachen. Freies Fahren ist auch okay, aber das Feedback und auch das Mitfahren bei alten Hasen bringt eine Menge Aufschluss.
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Mo Sep 01, 2014 11:27

Sportfahrer hat geschrieben:
Dein Problem sollte wohl an dieser Veranstaltung an folgenden Faktoren festgemacht werden:

- Sperre ? -Nein- , keine spez.Regenreifen -richtig- , Fahrwerk bzw. Fahrwerksabstimmung -Tuningfahrwerk, kein reines Rennsportfahrwerk

Wenn ich damit falsch liege bleibt nur noch das Problem zwischen Lenkrad und Sitz :-D ( das kann und möchte ich aber nicht beurteilen) - Und das kann natürlich auch sein! :)


@Tobi
Dann standest du ja genau an der "richtigen" Stelle! Dort hatte ich wirklich meine größten Probleme. Und sehr gut analysiert... :wink:
Ich hatte wegen der Nässe wahrscheinlich auch "zu viel Respekt" vor dem Schweizer am Beginn und am Ende des Bergabstückes. Da habe ich auch einfach zu viel Zeit "liegen gelassen"... :(
Ich glaube, ich bin die beide einfach falsch angefahren.


Oh. Hi EWO. Dann hast du schneller als ich getippt. Verdammte Tastaturlegastenie... :)
Danke für deine Hilfe.
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon buGGi » Mo Sep 01, 2014 12:18

GT-Racing hat geschrieben:Moderator-Edit: Vollzitat von GT-Racings erstem Beitrag entfernt. Entweder raufscollen oder hier klicken:
viewtopic.php?f=8&t=8061#p83715


Hey Marko,

erst ein mal:

Das was du dort durch gemacht hast und noch oft durchmachen wirst, hat jeder Fahrer durchmachen müssen, als man noch frisch war :).

Ich selbst habe Mitte 2011 mit dem Slalom angefangen und habe es bisher noch nicht geschafft, zu gewinnen.

Warum?

Nun, ich scheue mich nicht davor gegen starke Fahrer anzutreten, auch wenn ich hoffnungslos Sekunden aufgebrutzelt bekomme.
Je nach Kurs, habe ich immer noch zu viel Respekt vor der Strecke und fahre daher auf Sicherheit, bei Regenrennen bin ich noch vorsichtiger.

Ich bin, das ist zum Glück das positive ;), weitaus schneller als zu Beginn in 2011 und von daher ist eine Tendenz nach oben zu erkennen :D, je nach Talent/Mut/Geschick geht der Lernprozess schneller oder langsamer. Da mein Vater selbst ein sehr erfahrener und erfolgreicher Slalom Fahrer ist, kann ich mich glücklich schätzen in ihm den besten Lehrmeister überhaupt zu haben. Das ist sicherlich ein unschätzbarer Vorteil für mich.

Da ich mich seit 2010 im Studium befinde, ist das auch ein Faktor, welcher mich vom fahren stellenweise abhält. Ansonsten würde ich auch fahren was geht um die Erfahrung zu bekommen.


Ich finde es super von dir, wie du das Ganze angehst. Denn so mache ich es auch, ich bin mir zunächst mal darüber im klaren das ich als Beginner keine Bäume ausreißen kann und mich langsam nach oben arbeiten muss.

Diese Denkweise ist der richtige Ansatz. Daher heißt es: Fahren, fahren, fahren, wenn Fortschritte regelmäßiger auftreten, darüber nachdenken wie das Geld in die richtigen und wichtigsten Stellen im Auto investiert werden kann.

Kommen wir mal zum technischen ;):

Generell ist es so, ein gutes bis natürlich sehr gutes F8 Fahrzeug mit einem guten bis starken Fahrer, kann sich natürlich auch gegen F9 Fahrzeuge/Fahrer ohne Probleme durchsetzen, wenn das dortige Material und der Fahrer nicht ganz so gut sind. Nicht das du jetzt denkst, ein F8 Fahrzeug hätte nie ne Chance gegen ein F9 Fahrzeug. Es kommt zum einen auf das Material an und zum anderen, das ist sogar noch wichtiger, auf den Fahrer selbst.

Sperre ? -Nein-
keine spez.Regenreifen -richtig-
Fahrwerk bzw. Fahrwerksabstimmung: -Tuningfahrwerk, kein reines Rennsportfahrwerk-

Also, ich versuche das ganze mal aus meiner persönlichen Sicht aufzuschlüsseln:

Ein Tuningfahrwerk ist kein Rennfahrwerk, für mich sind "Tuningfahrwerke", Fahrwerke, die nur zum gerade aus fahren und schön aussehen gebaut werden :D (sei mir nicht böse, für diese Ansichtsweise ...).

Gerade wir Slalomfahrer benötigen ein richtig gutes Rennfahrwerk (ob das nun relativ günstig ist oder übertrieben teuer, das muss jeder für sich selbst entscheiden, wenn dafür die Ergebnisse am Ende stimmen...), da wir zum Teil extreme Kurvengeschwindigkeiten fahren, auf den unterschiedlichsten Asphaltbelägen, schnelle Zick - Zack Passagen, etc. etc. Ohne ein gutes Rennfahrwerk, wirds enorm schwierig mitzuhalten, wenn es gegen gleichstarke/bessere Fahrer/Autos mit gutem Rennfahrwerk geht.


Ein weiterer Grund sind die Reifen, ich als angehender Kunststoffingenieur und als jemand der in einem großen und bekannten Elastomer (Gummi) Unternehmen arbeitet, weiß bestens, wie wichtig das "schwarze Gold" ist.

Es steht und fällt eigentlich alles mit den Reifen, ohne gute Reifen, bist du weg vom Fenster. Selbst ein Topfahrer kann vermutlich keine Top Zeiten fahren, wenn der Reifen total fertig gefahren ist und kaum mehr Grip bietet.

Wenn es nun richtig regnet, dann geht nichts an einem guten Regenreifen vorbei. Fakt.

Wenn es aufgehört hat zu regnen, die Strecke noch nass oder feucht ist, dann kann "auch" ein (sehr) guter Sportreifen mit guten Nässeeigenschaften für schnelle Zeiten sorgen. Nicht alle Sportreifen haben jedoch gute Nässeeigenschaften!


Soo, bei der Sperre bin ich wohl nicht der richtige, der da eine ausführliche und fundierte Anwort geben kann.

Ich bin der Meinung eine Sperre (weißt du eigentlich wofür ein Sperrdifferential gebraucht wird bzw. was es im "groben" macht?) ist schon Pflicht oder man muss mit größeren/breiteren Reifen fahren (z.B. mit diesem Trick lässt sich eine Sperre umgehen), dies hat dann wiederum eventuell andere Vorteile/Nachteile.


Wenn wir jetzt mal diese 12 Sekunden von dir nehmen und wir gehen davon aus, das du eine Sperre hast, das du gute Regenreifen hast und ein Rennfahrwerk eingebaut hast. Dann wirst du, mit dem gleichen Level an fahrerischer Leistung, diese 12 Sekunden um X Sekunden reduzieren können. Nur durch diese Komponenten. Wie viele Sekunden du schneller wärst, dann kann ich nicht vorhersagen, ich glaube das kann man nur sehr schlecht vorhersagen.


Für dich zählt in erster Linie:

Fahren, fahren, fahren und Erfahrungen sammeln.

Desweiteren:

Lass dir keine Reifen/Autoteile andrehen lassen, wenn du damit noch nichts anfangen kannst oder du dich noch nicht gut genug auskennst.
Hier im Forum nachfragen bei Fragen/Problemen oder einem Slalom Verein beitreten.


Bezüglich den Strecken und Respekt:

Es gibt Strecken vor denen musst du Respekt haben, hast du den nicht, dann lebst/fährst du gefährlich. Es ist nichts falsch daran Respekt zu haben (Respekt sollte nicht in Angst übergehen...), denn der Respekt ist es, der einem immer wieder die Gefährlichkeit einer Strecke aufzeigt und darauf muss man achten.

Für einen Einsteiger würde ich Strecken empfehlen, bei denen keine Bäume/Betonwände/ähnliche "Objekte" in unmittelbarer Umgebung zum Kurs stehen.
Zum einen hat man da ein höheres Unfallrisiko und zum anderen, fährt man vielleicht zu sicher/gehemmt.

Wenn du dir so ein wenig Erfahrung/Vertrauen angefahren hast, dann kannst ja mal auf die anderen Strecken gehen und schauen, wie du dich dort fühlst.


Ich selbst fahre im Bereich Nordbaden/Rhein - Neckar, vielleicht sieht man sich ja mal ;).


Gruß
Christoph
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Mo Sep 01, 2014 13:16

buGGi hat geschrieben:...Kommen wir mal zum technischen ;):

Generell ist es so, ein gutes bis natürlich sehr gutes F8 Fahrzeug mit einem guten bis starken Fahrer, kann sich natürlich auch gegen F9 Fahrzeuge/Fahrer ohne Probleme durchsetzen, wenn das dortige Material und der Fahrer nicht ganz so gut sind. Nicht das du jetzt denkst, ein F8 Fahrzeug hätte nie ne Chance gegen ein F9 Fahrzeug. Es kommt zum einen auf das Material an und zum anderen, das ist sogar noch wichtiger, auf den Fahrer selbst.
Sperre ? -Nein-
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Also, ich versuche das ganze mal aus meiner persönlichen Sicht aufzuschlüsseln:
Ein Tuningfahrwerk ist kein Rennfahrwerk, für mich sind "Tuningfahrwerke", Fahrwerke, die nur zum gerade aus fahren und schön aussehen gebaut werden :D (sei mir nicht böse, für diese Ansichtsweise ...).

Ist mir schon klar! Nur ist es eben nicht unerheblich, wenn statt 1500 – 2000€ wie ein „richtiges Rennfahrwerk“ kostet, im Rahmen eines Komplettaufbaus (der ja nicht gerade billig ist) eine deutlich kleinere Summe dafür „übrig“ bleibt.
Und verstellbare Konis mit passenden Federn sind ja auch nicht gerade eine ganz soo schlechte Lösung für den Anfang. Zumal, wenn für alles zusammen gerade mal eine niedrigere dreistellige Investition nötig war.

Es steht und fällt eigentlich alles mit den Reifen, ohne gute Reifen, bist du weg vom Fenster. Selbst ein Topfahrer kann vermutlich keine Top Zeiten fahren, wenn der Reifen total fertig gefahren ist und kaum mehr Grip bietet.
Wenn es nun richtig regnet, dann geht nichts an einem guten Regenreifen vorbei. Fakt.
Wenn es aufgehört hat zu regnen, die Strecke noch nass oder feucht ist, dann kann "auch" ein (sehr) guter Sportreifen mit guten Nässeeigenschaften für schnelle Zeiten sorgen. Nicht alle Sportreifen haben jedoch gute Nässeeigenschaften!

Danke für diese Hinweise! Daß ich auch hier (noch-)nicht mit dem „idealen“ Material unterwegs bin, hat auch wieder finanzielle Gründe…

Soo, bei der Sperre bin ich wohl nicht der richtige, der da eine ausführliche und fundierte Anwort geben kann.
Ich bin der Meinung eine Sperre (weißt du eigentlich wofür ein Sperrdifferential gebraucht wird bzw. was es im "groben" macht?) ist schon Pflicht oder man muss mit größeren/breiteren Reifen fahren (z.B. mit diesem Trick lässt sich eine Sperre umgehen), dies hat dann wiederum eventuell andere Vorteile/Nachteile.

Das weiß ich als Entwicklungsmeister für neue Fahrzeugmodelle schon, wofür eine Sperre gut ist, was für Bauarten es gibt, welche davon für den Polo lieferbar sind und was sie kosten.
Nur denke ich eben, dass für meine derzeitigen rund 85PS noch keine Sperre notwendig ist.

Wenn wir jetzt mal diese 12 Sekunden von dir nehmen und wir gehen davon aus, das du eine Sperre hast, das du gute Regenreifen hast und ein Rennfahrwerk eingebaut hast. Dann wirst du, mit dem gleichen Level an fahrerischer Leistung, diese 12 Sekunden um X Sekunden reduzieren können. Nur durch diese Komponenten. Wie viele Sekunden du schneller wärst, dann kann ich nicht vorhersagen, ich glaube das kann man nur sehr schlecht vorhersagen.
Für dich zählt in erster Linie:
Fahren, fahren, fahren und Erfahrungen sammeln.

Da bin ich auch bei dir, daß eine weitere technische Aufrüstung auch Vorteile für meine möglichen Laufzeiten bringen sollten. Aber wie du schon schreibst, in erster Linie eben erst mal „fahren lernen"!

Desweiteren:
Lass dir keine Reifen/Autoteile andrehen lassen, wenn du damit noch nichts anfangen kannst oder du dich noch nicht gut genug auskennst.
Hier im Forum nachfragen bei Fragen/Problemen oder einem Slalom Verein beitreten.
Bezüglich den Strecken und Respekt:
Es gibt Strecken vor denen musst du Respekt haben, hast du den nicht, dann lebst/fährst du gefährlich. Es ist nichts falsch daran Respekt zu haben (Respekt sollte nicht in Angst übergehen...), denn der Respekt ist es, der einem immer wieder die Gefährlichkeit einer Strecke aufzeigt und darauf muss man achten.
Für einen Einsteiger würde ich Strecken empfehlen, bei denen keine Bäume/Betonwände/ähnliche "Objekte" in unmittelbarer Umgebung zum Kurs stehen.
Zum einen hat man da ein höheres Unfallrisiko und zum anderen, fährt man vielleicht zu sicher/gehemmt.
Wenn du dir so ein wenig Erfahrung/Vertrauen angefahren hast, dann kannst ja mal auf die anderen Strecken gehen und schauen, wie du dich dort fühlst.

Ich selbst fahre im Bereich Nordbaden/Rhein - Neckar, vielleicht sieht man sich ja mal ;).

Gruß
Christoph


Super! Danke Christoph für den vielen Lesestoff. :)
Da ich genau an der Grenze der Gaue Nordbaden und Württemberg wohne, wollte ich eigentlich für den Anfang einfach mal bei den (entfernungsmäßig-) nächsten Veranstaltungen fahren und lernen.
Da gibts dann eben welche in Nordbaden und welche in Württemberg. Aber evtl. sieht man sich mal "auf der Strecke".
Mit was für einem Fahrzeug bzw. in welcher Klasse bist du denn unterwegs?

Viele Grüße, Marko
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon PumaTreter » Mo Sep 01, 2014 13:34

buGGi hat geschrieben:Für einen Einsteiger würde ich Strecken empfehlen, bei denen keine Bäume/Betonwände/ähnliche "Objekte" in unmittelbarer Umgebung zum Kurs stehen.
Zum einen hat man da ein höheres Unfallrisiko und zum anderen, fährt man vielleicht zu sicher/gehemmt.


Da bin ich anderer Meinung. Nach dem, was ich von Marko gelesen habe, behaupte ich, dass das Unfallrisiko auf engen Strecken nicht größer ist, als auf schnellen. Er scheint mit Kopf zu fahren und unter dem Limit zu bleiben. Warum nicht ebenso sinnig und auf engen Strecken fahren und sich langsam ans hohe Tempo herantasten?

So kann man von Anfang an einen gesunden, aber keinen übertriebenen Respekt vor den vermeintlich unfallträchtigen Strecken aufbauen. Da ich bei meinem Einsteig in NRW von Anfang an auf Parkplätzen mit aufgereiten Sattelzügen gefahren bin, von Erdwällen umsäumten Verkehrsübungsplätzen oder auf dem von 20cm hohen Bordsteinen gesäumten Busparkplatz "Auf Schalke" unterwegs war, weiß ich wovon ich schreibe.

Cheers, Achim
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon buGGi » Mo Sep 01, 2014 14:31

@Achim

Hey, da hast du nicht ganz unrecht, stimmt.

Mir persönlich geht es aber so, dass ich auf Strecken (großer Parkplatz und in der Mitte dann der Parcour...als Beispiel) befreiter fahren kann, als auf Strecken auf denen es auch zur Sache geht, aber links und rechts Objekte (wie oben erwähnt) stehen. Als Beispiel sei eine Kartbahn erwähnt.

Wenn ich mal aufm großen Parkplatz richtig aufs Gas latschen und unbedingt was testen/versuchen will, dann muss ich mir doch dort "eigentlich, weniger Gedanken machen. Ich glaube nicht das sich daraus ein Trugschluss ergibt. Wenn es nicht klappt, dann rutscht man halt irgendwo raus, aber das wars dann auch schon (wenn wir mal Murphys Gesetz außer Acht lassen...). Bei einer Kartbahn würde das vll. nicht jeder machen.

Da ich beide Streckentypen kenne, ich bin ja gestern auch auf ner Kartbahn bei Regen und mit nicht mehr so tollen Regenreifen gefahren, weiß ich wovon ich reden :P, wenn ich von vorsichtigem Fahren spreche. (Das ist übrigens keine Anspielung oder sonstiges dergleichen :))

Klar, jede Strecke hat ihr Gefahrenpotential, in welcher Wirkung und Höhe das auch immer vorkommt.

Allerdings nimmt man doch eher Strecken mit viel Platz, auf denen man mal was "waghalsigeres" probieren kann...


@Marco

Kein Problem, ich hoffe ich habe dich nicht mit zu viel Text überschüttet. Es sind ja schließlich auch meine Erfahrungen dabei.

Natürlich hast du da schon Recht bzgl. Fahrwerkskram, das was du hast, ist auf jeden Fall besser als ein reines Serienfahrwerk.

Ich fahre zur Zeit auf einem Mazda MX 5 NB, entweder im Mazda MX5 Slalom Cup oder in der Seriengruppe G - in der Klasse 3 oder in der verbesserten Gruppe F - Klasse 10. Mein Auto ist Serie und hat nur ein Rennfahrwerk verbaut, aber ich bin ein morgen Muffel, daher starte ich auch hier und da mal in der F10 ...

Wenn ich dir einen Tip geben darf:

Ich habe mir auf youtube immer Videos zu den Strecken angeschaut, die ich als nächstes gefahren bin, damit ich schon mal einen Überblick bekomme, wie denn die Strecke verläuft und wie sie gefahren wird. Komplett danach sollte man sich auf keinen Fall richten (also nach dem Fahrer der im Video fährt...).

Vielleicht hilft dir das ja auch...

https://www.youtube.com/user/Buggy85/playlists

Das ist mein Youtube Kanal, ich mache eigentlich von jeder Strecke Onboard Videos. Damit kann ich dann immer wieder mal vergleichen oder mir die Strecke anschauen, wenn ich ein Jahr später dort fahre.

Gruß
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon BMW123d » Do Sep 04, 2014 00:22

Ich war auch in Untereisesheim und die Bedingungen waren wirklich nicht gerade Anfängerfreundlich. Der eklige Regen, die enge, hoppelige und teilweise auch gefährliche Strecke. Ich bin selber froh, dass wir in der F11 trocken gefahren sind. Für jeden der sich einen kleinen Eindruck verschaffen will, dass ware die Zieldurchfahrt/Vollgaspassage: http://youtu.be/8v118AG2Fvw

Die Ecken waren Teilweise echt gefährlich, eigentlich war jede rechts eklig zu fahren. Immer irgendein Randstein oder eine Bodenwelle o.ä. Sonderlich breit war die Straße auch nie. Und dann noch im Nassen. Mach dir nix draus. Der nächste Slalom wo du näher dran bist kommt bestimmt.
Gibt es irgendwelche gründe warum du nicht in der G fährst? Da kannst du mit deinem Auto besser vergleichen als in der F9. In der F9 ist der Polo einfach untermotorisiert. Eine F8 gibt es im Württembergischen ja nicht. Also G5 und da kannst du dich dann mit den richtigen messen. Aber ich sag dir eins, im Nassen wäre ich auch hoffnungslos hinterhergefahren, obwohl ich sonst recht etabliert unterwegs bin zeitenmäßig gegen überlegene Konkurrenz.
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Re: Nach den ersten beiden Rennen - was mache ich falsch?

Beitragvon GT-Racing » Do Sep 04, 2014 09:28

Hi BMW123d,

Gruppe G "geht" leider nicht, da das Fahrzeug umgebaut wurde und einen anderen Motor bekommen hat. Grundsätzlich wäre mir für den Anfang die "G" auch lieber gewesen, da habe ich aber damals nach 7-monatiger Suche kein brauchbares gutes Expemplar (mit richtigem Motor!) gefunden, wo sich ein Sportumbau gelohnt hätte.

Gut dass du es auch so siehst, daß fast jede Rechtsbiegung "problematisch" war. Die einzige die einigermaßen ging, war die bergauf nach dem Start. Sonst war immer irgend ein Asphaltloch, Gullideckel oder Bordstein "im Weg". Na und genau deswegen hatte ich dann ja auch an den kritischen Stellen einfach das Tempo rausgenommen. Das war mir dann einfach zu heiss... Schließlich wollte ich ja auch noch auf eigener Achse wieder nach Hause fahren.
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