Slalom einstieg, welche Klasse

Diskusionen rund um das DMSB Regelwerk!

Moderator: EWO

Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon polomann » Mo Jan 02, 2017 14:46

EWO hat geschrieben:...
Aber wenn BaWü das so sieht, sei's drum ...


Hallo EWO,

das darf man nicht auf ganz BaWü verallgemeinern. Das Bundesland BaWü ist in drei ADAC Regionalclubs unterteilt. Zumindest in Nordbaden dürfen Einsteiger bis 18 Jahre auch mit einem eigenen Fahrzeug (das in die Grenzen des geforderten LG passt) zusätzlich zu den Einsätzen bei den Youngstercups starten. Ich glaube dass es eine einzige Einschränkung gibt und dies nur erlaubt ist sofern sie den Sichtungslehrgang erfolgreich absolviert haben.

Gruß Stefan
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon HaPe » Mo Jan 02, 2017 16:59

Hallo Ecki !
Den Youngster-Cup brauchst du mir nicht zu erklären,...

Ich weiß zwar nicht was ich Falsches geschrieben habe um bei dir diese Reaktion zu erzeugen ...

Aber wenn BaWü das so sieht, sei's drum ...

... möchte dich aber darauf hinweisen dass meine Aussagen nur für Württemberg aber nicht für Nord- und Südbaden gelten.
Diese Gaue erlauben es auch 16 Jährigen im regulären Slalom zu fahren.

Ich glaube dass es eine einzige Einschränkung gibt und dies nur erlaubt ist sofern sie den Sichtungslehrgang erfolgreich absolviert haben.

Ganz genau Stefan (gerade nochmal nachgeschaut).

PS: Ich war als Entscheider nie gegen 16 Jährige im regulären Slalom; in Ausschüssen zählt leider nicht immer die Zukunft und Vernunft sondern nur die Mehrheit :evil:
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon EWO » Mo Jan 02, 2017 17:04

HaPe hat geschrieben:Hallo Ecki !
Den Youngster-Cup brauchst du mir nicht zu erklären,...

Ich weiß zwar nicht was ich Falsches geschrieben habe um bei dir diese Reaktion zu erzeugen ...


nix war falsch, sorry wenn das so rüberkam.
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon BMW123d » Mo Jan 02, 2017 20:47

ich halte persönlich wenig davon, 16 Jährige in einem eigenen Auto fahren zu lassen. Zum Selbstschutz und zum Schutz der Veranstalter versteht sich, es gibt schon genug Slaloms die Aufgrund von Unfällen nichtmehr stattfinden (wobei man Fairerweise sagen muss, dass da immer Ü18 Leute "Schuld" waren). Wenn ich sehe was mit den Youngser Cup Autos getrieben wird und wie oft es da knallt...Ich war mit 18 wahrlich nicht der unvernünftigste Autofahrer und nicht gerade untalentiert, aber wenn ich zurück denk wir hirnlos ich manchmal gefahren bin. Und die jetzige Generation in dem alter ist nochmal 10 mal schlimmer...

aber anderes Thema und OT. Alles in allem finde ich den Youngster Cup ausreichend für 16-18 Jährige.
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon Uwe Bartels » Mo Jan 02, 2017 23:27

BMW123d hat geschrieben:ich halte persönlich wenig davon, 16 Jährige in einem eigenen Auto fahren zu lassen.

Wie du schon sagst, es ist deine persönliche Meinung.
Die bundesweit gültige Grundausschreibung für Automobil-Clubsport-Slalom sieht diese Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen vor.

BMW123d hat geschrieben: Alles in allem finde ich den Youngster Cup ausreichend für 16-18 Jährige.

Wenn wir in unseren Clubs den Kartslalomfahrern dieser Altersgruppe eine weitere Möglichkeit bieten, dem Motorsport erhalten zu bleiben, kann das nur gut sein :!: Warum bitte soll ein 16 Jähriger nicht mit Papa's Einverständnis dessen Auto benutzen dürfen :?: :?:
Diverse derzeitige Slalomfahrer haben auch ohne den "Umweg" Youngster-Cup den direkten Weg in die Einsteigerklassen gewählt.

Gruß
Uwe
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon BMW123d » Di Jan 03, 2017 01:06

Uwe Bartels hat geschrieben:Wenn wir in unseren Clubs den Kartslalomfahrern dieser Altersgruppe eine weitere Möglichkeit bieten, dem Motorsport erhalten zu bleiben, kann das nur gut sein :!: Warum bitte soll ein 16 Jähriger nicht mit Papa's Einverständnis dessen Auto benutzen dürfen :?: :?:


Naja, manche Väter sind da sicherlich etwas übereifrig was die Qualitäten ihres eigenen Sprosses angeht. Es gibt auch genug Eltern die am Fußballplatz stehen und denken ihr Sohn ist der nächste Messi. Die Folgen können halt im Slalom eben andere sein wie aufm Fußballplatz. Und 18 ist immerhin was Eigenverantwortung angeht schonmal besser als 16. Im Youngster Cup gibts halt weniger Geschwindigkeit, keine "gefährlichen" Strecken und damit weniger Risiko, dass irgendetwas Materielles oder ein Mensch zu schaden kommt und damit auch weniger potentielle Folgen für Veranstalter und die Gemeinschaft (Es gibt hier einige Veranstaltungen die Aufgrund von Unfällen und den daraus resultierenden regionalpolitischen und genehmigungstechnischen Folgen nicht mehr stattfinden). Das liegt zwar offensichtlich nicht an 16-18 Jährigen aber ich bin überzeugt, dass sich das Risiko bei entsprechend zunehmender Zahl von Startern in diesem Alter steigert. Es ist natürlich selbstverständlich klar, dass es da draußen genügend 16 Jährige gibt die wahrscheinlich mit mehr Talent und Können ausgestattet sind, als ich oder andere, aber so im Querschnitt ist das schon ok so. Aber egal, wie gesagt, persönliche Meinung.

Um zurück zum Thema zu kommen: Der Threadersteller ist natürlich herzlich Eingeladen um hier zum Slalom zu kommen. Egal ob bei "uns" in Württemberg oder in Nord- oder Südbaden.
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon PumaTreter » Di Jan 03, 2017 09:30

In dieser Argumentation würden klaren Fakten helfen, Zahlen und Belege, die eine These stützen. Bisher wurden nur Beispiele gebracht, in denen junge Fahrer keine Rolle spielen. Ich habe bei den 150 Fahrern der Youngster-Cup Endläufe 2015 verblüfft aus der Sprecherkabine geschaut, als ich die Leistungsdichte (20+ Fahrer innerhalb einer Sekunde nach dem ersten Lauf) und das Talent der Teilnehmer gesehen habe. Man muss die jungen Fahrer begleiten und Coachen und nicht nur in ein Auto setzen, dann klappt das schon.

Meine Erfahrung als Jungendgruppenleiter (Kartsport) und Slalombeobachter ist, dass 99% der "jungen wilden" keine Gefahr sind - die Bremse sitzt im Kopf und heißt Selbsterhaltungstrieb oder Angst. Einzelfälle von Fahrern, die "wilde Sau" spielen (ggf. durch Väter motiviert), werden bei der Sichtung oder den ersten Veranstaltungen schnell auffällig und dann kann der Veranstalter die Nennung ja ablehnen. Besser nur die unreifen als alle ausgrenzen.

Viele Grüße
Achim
- Wer schnell sein will, muss richtig bremsen -

Alles ist Motorsport: https://www.youtube.com/watch?v=YUQG5zKHLBE
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon Hans Bauer » Di Jan 03, 2017 10:38

.
.

Also ich stimme BMW123d zu 100 % zu :!:

Ich finde es sehr gefährlich und unverantwortlich einen 16 Jährigen jungen Menschen mit Null Erfahrung im Fahren eines Automobils, bei einem Automobilslalom starten zu lassen.

Genau aus diesem Grund hat der ADAC den Youngster-Cup ins Leben gerufen.

Wenn man da als Trainer beim Einsteiger-Lehrgang mal einen ganzen Tag mit den jungen Menschen "gearbeitet" hat und bei den ersten Fahrten auf einem Slalom-Parcour auf dem Beifahrersitz einen Eindruck gewonnen hat, kann man erkennen und beurteilen, ob es aus sicherheitstechnischen Gründen okay ist, diesen jungen Menschen den Einstieg in den Slalomsport zu ermöglichen.

Auch werden diese Youngster auf jeder Veranstaltung von ihrem Trainer betreut.

Dazu gehört bei uns im ADAC Pfalz auch, dass der Trainer grundsätzlich mit seinen Youngstern vor der Veranstaltung zu Fuß die Strecke begeht und bespricht.

Ich freue mich über jeden jungen Menschen, der den Weg zum Slalomsport findet, aber auf diesem Weg sollten ihn erfahrene Menschen begleiten, um das Risiko und die Gefahr so gering als möglich zu halten.

Das gilt übrigens auch für Erwachsene mit Führerschein im öffentlichen Straßenverkehr.

Jeder, der mal an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen hat, kann bestätigen, dass er etwas dazu gelernt hat, was er durchaus im positiven Sinne für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer nutzen kann.

Mit sportlichen Grüßen

Hans Bauer

.
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon Sportfahrer » Di Jan 03, 2017 12:16

Moin,

ich muss zugeben das ich die unter 18 jährigen immer unterschätzt habe. Fakt ist aber , sie können deutlich mehr als man annimmt. Von der Reaktionszeit
eines "Teenagers" kann hier so manch einer nur träumen. Man kann lange darüber diskutieren.

Achim möchte lieber Fakten !

Ich versuch es mal so :

- Im ADAC / DMSB Motorsport darf man mit 13 Jahren ein 40 PS 6 Gang Schaltkart im Rennen bewegen. So ein Ding
bringt es auf der Kartbahn Oschersleben auf gut 160 KM/H und beschleunigt von 0 auf 100 in rund 3 Sekunden.
- man darf auf der Rundstrecke ab 16 Tourenwagen fahren
- man darf auf der Rundstrecke mit 15 Jahren Formel 4 und Formel 3 fahren

Was spricht also dagegen mit einem PKW 11 KG/KW ( 75 PS bei 825 KG) auf einem Parkplatz um die Hütchen zu fahren ?

Ich persönlich verstehe es nicht wirklich. Einfach einen Lizenz bzw. Sichtungslehrgang vorschalten und los.
Gruß Dirk (Hey Mädels ich kann Deutsche Meister zeugen)


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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon CodeRed » Di Jan 03, 2017 13:20

@BMW123d
Ich finde deine Aussage auch ein bisschen weit hergeholt, wenn du das alles selbst erlebt hast muss du
schon weit rumgekommen sein :lol:

Ich hab selbst bis vor kurzem die Youngster in SH trainieren und betreuen können.
Mit der richtigen Ausbildung ist das alles kein Problem, außerdem stehen die Jungs und Mädels
unter ständiger Beobachtung. Wer da meint übertreiben zu müssen hat ganz schnell ein
Gespräch mit dem Betreuer.
Das ist einfach nur beeindruckend was die Youngster nach 2-3 Trainingssitzungen so drauf haben, da
bastelt ein normaler Fahrer Jahre dran rum, wenn er übehaupt so weit kommt ;-)
Scirocco-Cup, Audi TT-Cup mit 16 kein Problem.

Schau da mal genauer hin, dann wirst du deine Meinung bestimmt ändern ;-)
Bild
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon EWO » Di Jan 03, 2017 17:23

Hans Bauer hat geschrieben: .
.

Also ich stimme BMW123d zu 100 % zu :!:

Ich finde es sehr gefährlich und unverantwortlich einen 16 Jährigen jungen Menschen mit Null Erfahrung im Fahren eines Automobils, bei einem Automobilslalom starten zu lassen.

Genau aus diesem Grund hat der ADAC den Youngster-Cup ins Leben gerufen.

Wenn man da als Trainer beim Einsteiger-Lehrgang mal einen ganzen Tag mit den jungen Menschen "gearbeitet" hat und bei den ersten Fahrten auf einem Slalom-Parcour auf dem Beifahrersitz einen Eindruck gewonnen hat, kann man erkennen und beurteilen, ob es aus sicherheitstechnischen Gründen okay ist, diesen jungen Menschen den Einstieg in den Slalomsport zu ermöglichen.

Auch werden diese Youngster auf jeder Veranstaltung von ihrem Trainer betreut.

Dazu gehört bei uns im ADAC Pfalz auch, dass der Trainer grundsätzlich mit seinen Youngstern vor der Veranstaltung zu Fuß die Strecke begeht und bespricht.

Ich freue mich über jeden jungen Menschen, der den Weg zum Slalomsport findet, aber auf diesem Weg sollten ihn erfahrene Menschen begleiten, um das Risiko und die Gefahr so gering als möglich zu halten.

Das gilt übrigens auch für Erwachsene mit Führerschein im öffentlichen Straßenverkehr.

Jeder, der mal an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen hat, kann bestätigen, dass er etwas dazu gelernt hat, was er durchaus im positiven Sinne für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer nutzen kann.

Mit sportlichen Grüßen

Hans Bauer

.


Ein 16-jähriger muss natürlich eine Legitimation beim "freien Start" in einem Clubslalom haben.
Ob es ein erfolgreicher Fahrerlehrgang oder aber ein Testat aus dem Youngster-Cup ist, sei dabei mal egal.
Ohne irgendeine Freigabe von autorisierter Stelle geht das natürlich nicht.
Aber was machst du denn bei einem 30-jährigen der zum Slalom nennt und nicht einmal Auto fahren kann bzw darf ?
Früher war der Führerschein ein Pflichtdokument heute ist es nicht mehr erforderlich.
Ich denke bei unter 18-jährigen haben wir Stand heute einen ausreichend guten Sicherheitsstandard.
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon Hans Bauer » Di Jan 03, 2017 18:11

EWO hat geschrieben:
Moin Ecki,


Ein 16-jähriger muss natürlich eine Legitimation beim "freien Start" in einem Clubslalom haben.
Ob es ein erfolgreicher Fahrerlehrgang oder aber ein Testat aus dem Youngster-Cup ist, sei dabei mal egal.
Ohne irgendeine Freigabe von autorisierter Stelle geht das natürlich nicht.

Ein 16 jähriger, ohne Führerschein, der erfolgreich einen Fahrerlehrgang absolviert hat ... :roll:

Wenn er ADAC Youngstercup-Teilnehmer ist, kann er doch bis 18 in dieser Serie fahren, dann seinen Führerschein machen und danach auf Papas Auto starten ... :idea:


Aber was machst du denn bei einem 30-jährigen der zum Slalom nennt und nicht einmal Auto fahren kann bzw darf ?
Früher war der Führerschein ein Pflichtdokument heute ist es nicht mehr erforderlich.

Wenn das so ist, ist das ein grenzenloser Schwachsinn ... :oops:

Ich denke bei unter 18-jährigen haben wir Stand heute einen ausreichend guten Sicherheitsstandard.

Wenn es aktiv geschulte und trainierte Teilnehmer des ADAC Youngster-Cups sind, stimme ich Dir zu.

Bei allen anderen, von denen wir keine Infos haben, definitiv nicht :!:

Gruß Hans


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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon BMW123d » Di Jan 03, 2017 21:04

- Im ADAC / DMSB Motorsport darf man mit 13 Jahren ein 40 PS 6 Gang Schaltkart im Rennen bewegen. So ein Ding
bringt es auf der Kartbahn Oschersleben auf gut 160 KM/H und beschleunigt von 0 auf 100 in rund 3 Sekunden.
- man darf auf der Rundstrecke ab 16 Tourenwagen fahren
- man darf auf der Rundstrecke mit 15 Jahren Formel 4 und Formel 3 fahren


Kartbahn und Rundstrecke sind deutlich sicherer abgesperrte Bereiche als bei einem Slalom. Zunächst allgemein: Selbst wenn wir davon ausgehen, dass beim Slalom kein Streckenposten und kein Zuschauer an einer Gefahrenstelle steht und eine Leitplanke vor sich hat (was eben in vielen Fällen eben nicht so ist!!!), gibt es eine reelle Unfallgefahr mit irgendetwas in der Umgebung woraus a) ein Schaden am eigenen Fahrzeug entstehen kann und b) ein Schaden am Veranstaltungsort entstehen kann (sei es ein Laternenmast oder ein "privater" Zaun. Dieser Schaden wird selbstverständlich von der Versicherung des VA getragen. Aber solche Sachen sorgen dafür, dass Anwohner, Geländeeigentümer oder Lokalpolitiker sich gegen den Slalom stellen. Das allein hat rein garnichts mit 16-18 Jährigen zu tun. Aber, und das ist ja nicht so weit hergeholt, sondern im Straßenverkehr wie auch im Motorsport auch nur logisch: Ein Unerfahrenerer (und unreiferer) Fahrer (und das sind die meisten Jüngeren Fahrer nunmal) hat ein erhöhtes Unfallrisiko als ein erfahrenerer und reiferer (und älterer) Fahrer.

Ich wiederhole mich da nur, ich will nicht abstreiten, dass es unter diesen jungen Fahrern Leute die mit mehr Talent und Können ausgestattet sind als ich, oder wer auch immer hier, kein Thema.

Ein 16-jähriger muss natürlich eine Legitimation beim "freien Start" in einem Clubslalom haben.
Ob es ein erfolgreicher Fahrerlehrgang oder aber ein Testat aus dem Youngster-Cup ist, sei dabei mal egal.
Ohne irgendeine Freigabe von autorisierter Stelle geht das natürlich nicht.

Ist ja auch ein Vernünftiger weg. Wennn das so ist, ist das natürlich schon sehr durchdacht. Ich hatte wohl den Eindruck gewonnen, dass eine einfache Unterschrift von Papi reicht. Aber Ebenfalls wiederhole ich nochmal, dass ich persönlich den Youngster Cup trotzdem für ausreichend halte. Jeder Tag Erfahrung den man sammelt kann nur helfen. Ich kann aus meiner Sicht nur sagen: mit 18 war ich deutlich schlauer und reifer als mit 16, und heute mit 25 bin ich nochmal 10 mal schlauer geworden als mit 18. Manchmal Frage ich mich "Wie dumm war ich eigentlich gestern noch?" Und irgendwie ist man als 16 Jähriger halt auch nocht nicht so verantwortlich für sich und sein leben wie mit 18, bzw. es ist einem aufjedenfall weniger bewusst.

Aber was machst du denn bei einem 30-jährigen der zum Slalom nennt und nicht einmal Auto fahren kann bzw darf ?
Früher war der Führerschein ein Pflichtdokument heute ist es nicht mehr erforderlich.


ja es soll wohl schon Leute gegeben haben, die aufgrund von Alkohol und Drogendelikten nichtmehr im Besitz eines Führerscheins waren und dann an einem Slalom teilgenommen haben.

Ich finde deine Aussage auch ein bisschen weit hergeholt, wenn du das alles selbst erlebt hast muss du
schon weit rumgekommen sein :lol:


Ich schaue mir öfters mal die YC Autos an, früher der Corsa, jetzt hier ein Opel Adam (2016 neu gekommen). Irgendwann diesen Sommer hatte ich sogar diesen YC Adam für eine Veranstaltung um Werbung für den YC zu machen und bin das Auto auch gefahren. Das teil hat nach wenigen Veranstaltungen außen Verschrubbt und geschändet ausgesehen, das ist nicht normal. Das Auto war 3 Monate alt oder so. Und das kam nicht nur von umgefahrenen Pylonen! Dass das Auto mehr Pylonenspuren hat wenn zig Leute an einem Wochenende fahren anstatt einer Person auf einem Auto ist klar. Aber da wird schon ab und zu mal ne Leitplanke gestreift. Wenn die alle so vernünftig wären, dann würde das nicht passieren. Ich will auch garnicht ausschließen, dass mir mit 16 das genauso passiert wäre...
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon PumaTreter » Di Jan 03, 2017 21:56

BMW123d hat geschrieben:Aber da wird schon ab und zu mal ne Leitplanke gestreift. Wenn die alle so vernünftig wären, dann würde das nicht passieren. Ich will auch garnicht ausschließen, dass mir mit 16 das genauso passiert wäre...


Wenn die alle so bekifft fahren würden, wie du es oben beschreibst wäre die Kiste nicht verschrammt, sondern rund und krumm.

Sei's drum... Ich verlasse mich auf die Äußerungen von Betreuern von Youngster Cups. Die vermuten nicht, sondern wissen, was Sache ist und wieviel Einschlagsschäden so auftreten.

Viele Grüße
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Re: Slalom einstieg, welche Klasse

Beitragvon Uwe Bartels » Di Jan 03, 2017 22:57

PumaTreter hat geschrieben:Sei's drum... Ich verlasse mich auf die Äußerungen von Betreuern von Youngster Cups. Die vermuten nicht, sondern wissen, was Sache ist und wieviel Einschlagsschäden so auftreten.

Diesen Worten von Achim kann ich nur zustimmen.

Die Sportkameraden, die im YC anfangen, haben fast alle eine Grundsolide Ausbildung und Erfahrungen im Kartslalom hinter sich. Die die sie ausbilden sind (zumindest in unserer Region) ausgebildete Trainer mit mindestens Trainer-C Lizenz (. . . und die gibt es auch erst nach entsprechender umfangreicher Ausbildung).

Da fährt keiner mehr hirnlos, wie BMW 123d das zu unterstellen versucht. Die Abflüge beim Slalom, die ich in meiner über 30-jährigen Karriere als Rennleiter Slalom gesehen habe, waren alle von etablierten Slalomfahrern verursacht und nicht von Youngstern.

Gruß
Uwe
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